Pressemeldung
Vorbereitungen auf die Freibadsaison laufen auf Hochtouren
Die ersten sonnigen Frühlingstage lassen die Lust aufs Freibad steigen, auch wenn dazu die Temperaturen draußen noch steigen müssen. Dafür wappnen sich die Bäderbetriebe der Stadtwerke Hanau (SWH). Auf den Außenanlagen des Lindenau- und des Heinrich-Fischer-Bads laufen die Vorbereitungen auf die Freibadsaison auf Hochtouren. Mitte Mai ist Saisoneröffnung - später als gewohnt wegen des langen Winters.
"Die städtischen Bäder haben einen guten Ruf, das zeigt der 2009 erzielte Besucherrekord. Auf diesem Lorbeer wollen wir uns nicht ausruhen, sondern unseren Badegästen stets moderne Anlagen bieten", bekundet SWH-Geschäftsführer Ewald Desch. Investiert wurde diesmal vor allem ins Lindenau-Bad in einer Größenordnung von rund 160.000 Euro.
Der Leitende Schwimmmeister Holger Roche lenkt dort den Blick gleich in den Umkleidetrakt des Freibads. Der hat eine neue Holzdecke erhalten, ebenso moderne Duschen, Toiletten und Leitungen. "Das Inventar hier war 40 Jahre alt, stammt meist noch aus der Anfangszeit des Lindenau-Bads", begründet er die notwendige Investition. Das neue Duschsystem erwärmt das Wasser zunächst auf 80 Grad und reguliert es mit Kaltwasser auf 42 Grad, wenn es aus dem Duschkopf braust. "Vom System her gibt es derzeit nichts Besseres", versichert Roche.
Mit der neuen Elektrik ließen die Bäderbetriebe auch Bewegungsmelder einbauen, die die Lampen erst ab einer geminderten Helligkeitsstufe automatisch in Betrieb setzen. Nachhaltiges Planen gilt auch für die neue Lüftung über den Duschen, die feuchte Wände vermeiden hilft.
Im Lindenau-Bad packen die Schwimmmeister bei Außenarbeiten kräftig mit an. Sie haben den alten Sand vom Basketballfeld ausgehoben und 100 Tonnen neuen eingefüllt. Damit allein waren drei SWH-Bedienstete drei Tage lang beschäftigt. Hecken zu schneiden und Rasen zu mähen, besorgen die Angestellten der Bäderbetriebe hier selbst.
Vier neue Bäume sind bereits gepflanzt, die Sonnensegel über dem Kleinkind-Becken und dem Spielplatz sind gespannt. Noch in dieser Woche beginnen die Bäderbetriebe, Wasser aus den Becken abzulassen und diese ungefähr eine Woche lang zu reinigen. Etwa vom 30. April an fließen rund 2000 Kubikmeter neues Frischwasser in die Becken. Anschließend sorgt eine Filteranlage binnen weniger Tage dafür, dass Trüb- und Schwebteile verschwinden. Zeitgleich wird die Wassertemperatur per Fernwärme auf etwa 22 Grad gebracht.
Sechs Wochen Vorlaufzeit bis zum ersten möglichen Sprung eines Badegastes ins Schwimmbecken bedarf es auch im Heinrich-Fischer-Bad. Das beginnt damit, dass die Bäderbetriebe einige speziell anzufertigende Fliesen für den Rand des Nichtschwimmer-Beckens bestellen müssen. Sie ersetzen Material, das durch den Winter Schaden genommen hat. Zu ordern waren auch sechs neue Bäume für die Liegewiesen.
Paul Koser, Leitender Schwimmmeister, begründet das so: "Wir brauchen mehr Schattenspender, denn die Sonne ist in den vergangenen Jahren aggressiver geworden." Zudem sei die Lebenserwartung mancher alter, aus der Gründerzeit des Bades vor 50 Jahren stammender Bäume nicht mehr besonders hoch, so dass rechtzeitig Ersatz zu schaffen sei.
Reinigungsbedarf besteht bei Sport-, Nichtschwimmer-, Kinder- und Babybecken sowie der Sprunggrube, zusätzlich durch die 73 Meter lange Außenrutsche. Die müssen Schwimmmeister und Badewärterinnen von innen und außen säubern. Vorher dauert es aber allein vier Tage, bis die Becken mit rund 3800 Kubikmetern Wasserinhalt abgepumpt sind. Das in den Becken noch vorhandene Wasser wird benutzt, um die Beckenwände ebenso mit Hochdruckgeräten zu reinigen wie den Sprungturm. Es schließt sich eine Laugenreinigung an, dann die Zufuhr von Frischwasser.
Sind die Becken gefüllt, nehmen sich die Bäderbeschäftigten der Wege an, wo das Moos aus den Ritzen raus muss. Sie säubern Fußbecken mit Wasser-Hochdruck und wischen im Umkleidetrakt besonders gründlich.
Mit all den Vorbereitungsarbeiten für die Freiluftsaison eigene Bedienstete zu betrauen, der Grund dafür liegt für Koser auf der Hand: "Die sind mit unserer Anlage bestens vertraut."
***
Die genauen Öffnungstermine der Freibäder geben die Stadtwerke kurzfristig bekannt.


